Nutzerzertifikate

Wofür werden Nutzerzertifikate verwendet?

E-Mails werden standardmäßig von den E-Mail-Programmen wie MS Outlook, Thunderbird oder auch Webmail im Klartext versendet. Auf dem Weg des Absenders zum Empfänger könnte die E-Mail verändert und gelesen werden. Daher werden hierfür E-Mail-Zertifikate (hier Nutzerzertifikat) verwendet. Diese bieten einen Schutz, um die Authentifizierung des Absenders zu gewährleisten und E-Mails optional zu verschlüsseln.

Außerdem können mit einem Nutzerzertifikat PDF-Dateien signiert werden. Dies dient dazu, zu garantieren, dass es sich bei dem Dokument um eine unveränderte Fassung des bzw. der Signierenden handelt. Wie Sie dies vorbereiten können finden Sie in der Anleitung rechts.

Welche Typen von Nutzerzertifikaten gibt es und welches passt am Besten zu mir?

Typ 1 (Empfehlung!): Nutzerzertifikat vom Typ IV+OV (Identity Validated + Organization Validated)

Dieses Zertifikat enthält Ihren vollständigen Vor- und Nachnamen, die Universität Hohenheim als bestätigte Organisation sowie Ihre dienstliche E-Mail-Adresse. Vor der Ausstellung wird sowohl Ihre persönliche Identität geprüft (Identity Validation) als auch Ihre Zugehörigkeit zur Universität bestätigt (Organization Validation).

Wenn Sie eine E-Mail mit diesem Zertifikat signieren, sieht der Empfänger Ihren vollständigen Namen, die Universität Hohenheim als zugehörige Organisation sowie Ihre verifizierte E-Mail-Adresse. Damit erhält der Empfänger die größtmögliche Sicherheit darüber, dass die E-Mail tatsächlich von Ihnen als Angehörige oder Angehöriger der Universität Hohenheim stammt und auf dem Übertragungsweg nicht verändert wurde. Dieser Zertifikatstyp ist daher die empfohlene Wahl für die dienstliche Korrespondenz.

Typ 2: Nutzerzertifikat vom Typ emailonly (Mailbox Validated)

Bei diesem Typ wird ausschließlich der Besitz der E-Mail-Adresse nachgewiesen und in das Zertifikat aufgenommen. Es findet keine Identitätsprüfung der Person statt, und es werden auch keine Angaben zur Organisation eingebunden. Entsprechend sieht der Empfänger Ihrer signierten E-Mail nur die bestätigte E-Mail-Adresse – ein Bezug zu Ihrer Person oder zur Universität Hohenheim wird nicht hergestellt. Dieser Zertifikatstyp eignet sich vor allem dann, wenn bewusst keine personenbezogene Bestätigung erfolgen soll, etwa für bestimmte Funktions- oder Gruppenpostfächer.

Gemeinsamkeiten beider Typen

Beide Zertifikatstypen sind vollwertige S/MIME-Zertifikate und ermöglichen sowohl das digitale Signieren als auch das Ende-zu-Ende-Verschlüsseln von E-Mails. Der Unterschied liegt allein im Umfang der Informationen, die im Zertifikat enthalten und durch die Zertifizierungsstelle (HARICA) bestätigt sind – die kryptographische Stärke ist identisch.

 

 

PDF-Signierung in Adobe Acrobat

Derzeit ist es nicht möglich Nutzerzertifikate ohne Fehlermeldungen zur Signierung von PDF-Dateien in Adobe Acrobat zu nutzen. (Stand: 20.05.2025)

FAQ

Allgemein

Das Nutzerzertifikat hat eine Laufzeit/Gültigkeit von 730 Tagen (2 Jahre).

Outlook

No FAQ's found.

Thunderbird

Fehlermeldung in Thunderbird: „Zertifikateverwaltung kann kein gültiges Zertifikat finden, das verwendet werden kann, um Ihre Nachrichten mit der Adresse <vorname.nachname@uni-hohenheim.de> digital zu unterschreiben.“

  • Navigieren Sie in die „Konten-Einstellungen“ unter dem Menü „Extras“.
  • Wählen Sie links die „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“.
  • Klicken Sie auf den Button „Auswählen“ unter „Persönliches Zertifikat für digitale Unterschrift“ und bei „Persönliches Zertifikat für Verschlüsselung“ und wählen das neue gültige Zertifikat aus.

 

 

Fehlermeldung in Thunderbird: „Senden der Nachricht ist fehlgeschlagen: Sie haben ausgewählt, diese Nachricht digital zu unterschreiben, aber die Anwendung konnte das Unterschiffszertifikat nicht finden, das sie in ihren Kontoeinstellungen angegeben haben, oder das Zertifikat ist abgelaufen.“

  • Navigieren Sie in die „Konten-Einstellungen“ unter dem Menü „Extras“.
  • Wählen Sie links die „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“.
  • Klicken Sie auf den Button „S/MIME-Zertifikate verwalten“.
  • Klicken Sie auf „Importieren“ und wählen Sie das neue Zertifikat aus.
  • Klicken Sie auf „Leeren“ bei „Persönliches Zertifikat für digitale Unterschrift“ und bei „Persönliches Zertifikat für Verschlüsselung“.
  • Klicken Sie auf den Button „Auswählen“ unter „Persönliches Zertifikat für digitale Unterschrift“ und bei „Persönliches Zertifikat für Verschlüsselung“ und wählen das neue gültige Zertifikat aus.

 

 


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