Tipps und Tricks
Anbau Tipps
Anzuchtgefäße
Für das Vorziehen von Pflanzen gibt es spezielle Anzuchtgefäße. Um Staunässe zu vermeiden, ist es wichtig, dass das Wasser ablaufen kann. Außerdem sollten die Gefäße einen durchsichtigen Deckel haben, um einen “Treibhaus-Effekt“ zu erzielen.
Recycling-Tipps:
Anstatt teure Anzuchtgefäße zu kaufen, kann man diverse Dinge verwenden, die man
bereits zuhause hat.
Zum Beispiel: Halbieren Sie einfach die Papierrollen von Ihrem Toilettenpapier und
setzen Sie sie dicht an dicht in eine Schale, so stehen sie stabil. Diese kleinen
Anzuchttöpfchen können später einfach eingepflanzt werden, da das Papier vergeht.
Verwenden Sie einen Eierkarton zur Anzucht, indem man einfach Erde in die Mulden
füllt.
Auch Joghurtbecher oder alte Dosen können verwendet werden, solange Löcher in die
Böden reingemacht werden.
Für den “Treibhaus-Effekt“ kann statt Deckeln einfach Frischhaltefolie oder eine
durchsichtige Tüte über deine recycelten Gefäße gespannt werden.
Wichtig: Regelmäßig zum Lüften abnehmen.
Wärme und Licht
Direkt nach der Aussaat brauchen die Samen vor allem Wärme, sind die ersten Blätter da, sollten die Keimlinge viel Licht haben und etwas kühler stehen. Stehen die Keimlinge zu warm, werden sie lang und dünn.
Tipp:
Die Keimlinge wachsen am liebsten Richtung Licht. Drehen Sie die Anzuchtgefäße mit den Keimlingen regelmäßig um, damit sie möglichst gerade wachsen.
Beschriften
Damit sich optimal um die Keimlinge gekümmert wird, ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Am besten beschriftet man direkt bei der Aussaat, was man gesät hat, um nicht durcheinander zu kommen.
Recycling-Tipps:
Verwenden Sie einen alten Holzstiel von einem Eis oder schneiden Sie aus einem Joghurtbecher Streifen aus.
Wichtig: Beschriften Sie die selbstgemachten Schilder mit einem wasserfesten Stift, damit man auch nach dem Gießen den Durchblick behält.
Pflege Tipps
Wasser richtig dosieren
Besonders zu Beginn der Aussaat ist das richtige Gießen entscheidend. Die Erde sollte feucht, aber nicht zu nass sein. Damit die feinen Samen nicht vom Wasserstrahl weggeschwemmt werden, eignet sich eine Sprühflasche zum Befeuchten der Erden.
Recycling-Tipps:
Verwenden Sie einfach eine leere Sprühflasche z.B. von Haushaltsmitteln. Wichtig ist hierbei, dass man Flasche und Sprühkopf sehr gründlich mit klarem Wasser reinigt, bis keine Rückstände vom vorherigen Inhalt mehr da sind. Bleiben Rückstände von z.B. Reinigungsmitteln zurück, schadet dies den Pflanzen.
Wasser sparen
Gießen Sie die Pflanzen am besten morgens und abends, also nicht bei direkter Sonneneinstrahlung. So kommt möglichst viel Wasser bei den Pflanzen an, ohne dass es verdunstet.
Recycling-Tipps:
Stellen Sie auf dem Balkon / in dem eigenen Garten Gefäße auf, um Regenwasser zu sammeln, so muss man weniger Leitungswasser verwenden. Fangen Sie beim Duschen das kalte Wasser, was man abfließen lässt, bis es warm ist, einfach mit einem Eimer auf und verwenden Sie es für Ihre Pflanzen.
Bewässern in Abwesenheit
Damit die Pflanzen nicht vertrocknen, wenn man einmal ein paar Tage nicht da ist, sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Wenn die Pflanzen schon etwas größer sind (keine Keimlinge), empfiehlt es sich, sie in Abwesenheit an einen halbschattigen Ort zu stellen, um so die Verdunstung durch Sonneneinstrahlung zu reduzieren.
Recycling-Tipps:
Füllen Sie eine Plastikflasche mit Wasser und bohren Sie 1-2 kleine Löcher in den Deckel. Stellen Sie sie jetzt kopfüber in die Erde einer Pflanze, so kann das Wasser in Abwesenheit langsam in die Erde tropfen. Hierfür eignen sich sowohl Plastikflaschen als auch Tetrapacks. Stellen Sie neben einen Topf ein Gefäß mit Wasser und legen Sie dann eine Baumwollschnur ins Wasser. Stecken Sie nun das andere Ende in die Erde der Pflanze. Über diesen Docht wird die Pflanze nun mit Wasser versorgt.
Rankhilfen
Pflanzen wie Tomaten, Bohnen und Erbsen benötigen Rankhilfen, diese können ganz einfach kostenlos selbst gemacht werden.
Recycling-Tipp:
Alte Bambusmatten oder Reste von Holzpaletten können als stabiles Gitter verwendet werden.
Man kann einfach 3 abgeschnittene Äste aus dem Garten zu einem Tipi zusammenbinden. Hierfür eignen sich auch alte Besenstiele, Duschvorhangstangen oder Gardinenstangen.
Für die Wohnung / den Balkon eignen sich einfache Jute- oder Baumwollschnüre, an denen die Pflanzen nach oben ranken.
Aus alten Metallkleiderbügeln lassen sich Bögen oder Spiralen zum Ranken biegen.
Gärtnern trotz wenig Platz
Vertikal statt horizontal:
Um den Platz in der Wohnung ideal auszunutzen, gibt es einige kreative Möglichkeiten. Anstatt nur wenige Töpfe in einer Ebene auf deiner Fensterbank oder dem Balkon unterzubringen, kann man einfach vertikal gärtnern.
Beispiele:
Klemmen Sie eine Duschstange in ein Fenster, hier kann man Töpfe aufhängen und erschafft so eine zweite Ebene.
Stellen Sie ein Regal in Fensternähe oder auf Ihrem Balkon auf, um mehrere Ebenen für Töpfe zu haben. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen mit dem höchsten Lichtbedarf oben stehen.
Sie können auch Hängeampeln aus Makramee oder recycelte alte Stofftaschen verwenden. Leiten Sie Kletterpflanzen wie zum Beispiel Bohnen an einer Schnur in die Höhe, um Platz zu sparen.
Sortenauswahl:
Wir haben in unserem Sortiment viele kleinwüchsige Pflanzen (z.B. Tomaten), mit denen auch auf wenig Platz eine tolle Ernte erzielt werden kann.
Schädlinge Tipps
Schnecken
Keimlinge und junge Pflanzen sind bei Schnecken besonders beliebt. Je nach Standort kommt man nicht um Abwehrmaßnahmen herum.
Recycling-Tipps:
Zerkleinern Sie Eierschalen oder Muscheln (zu kleinen Stückchen, nicht Pulver) und streuen Sie diese dann als Barriere um Ihre Pflanzen. Schnecken laufen nicht gerne über diese scharfen Kanten.
Schneiden Sie einen Joghurtbecher in der Mitte durch und verwenden Sie die obere Hälfte als Kragen für kleine Pflanzen. Die Schnecken müssen dann zuerst diese “glatte Mauer“ überwinden, bevor sie zu den Pflanzen kommen.
Trockner Kaffeesatz sowie Reste von schwarzem Tee können ebenfalls als Grenze um die Pflanzen gestreut werden. Auch diese Barriere ist für Schnecken unangenehm.
Schnecken werden von Feuchtigkeit angezogen, gießen Sie daher Ihre Pflanzen lieber morgens als abends.
Trauermücken
Trauermücken sind vor allem für Pflanzen in der Wohnung ein Problem. Sie legen ihre Eier in feuchter Erde ab, die jungen Larven fangen an die Wurzeln zu fressen und dadurch entstehen Wachstumsstörungen an den Pflanzen. Da sie sich schnell vermehren, ist es wichtig, sofort zu handeln, beziehungsweise vorbeugende Maßnahmen zu treffen.
Vorbeugende Maßnahmen:
Da Trauermücken feuchte Erde benötigen, ist ein korrektes Gießen der Pflanzen entscheidend: Die Erde sollte nicht dauerhaft feucht sein, lassen Sie sie zwischen dem Gießen leicht antrocknen. Staunässe sollte vermieden werden. Achten Sie zudem auf Abflusslöcher in deinen Töpfen und gießen Sie nur so viel, wie es die Pflanze wirklich braucht. Eine weitere Möglichkeit ist, die Pflanze von unten zu gießen. Stelle die Pflanze dafür für 10 bis 15 Minuten in eine Schale mit Wasser, sodass sie durch die Löcher im Topf Wasser aufnehmen kann.
Um zu verhindern, dass Eier in die Erde gelegt werden, kann die Erde einfach
abgedeckt werden.
Hierfür eignet sich z.B. feiner Kies, Sand, zerkleinerte Eier oder Muschelschalen.
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